Eine Waschmaschine soll sauber machen – sie selbst wird dabei aber nicht automatisch sauber. Waschmittelreste, Fasern und Feuchtigkeit sammeln sich an Stellen, die man selten sieht. Besonders häufiges Waschen bei niedrigen Temperaturen begünstigt Ablagerungen und muffige Gerüche. Mit einer regelmäßigen Pflege lässt sich das leicht vermeiden.

Warum die Maschine zu riechen beginnt

Bei 30 oder 40 Grad lösen sich Waschmittel und Weichspüler nicht immer vollständig auf. Die Reste setzen sich in der Gummidichtung, im Einspülkasten und im Laugenbehälter fest. Zusammen mit Restwasser und geschlossener Tür entsteht ein feuchtes Milieu, in dem sich Bakterien wohlfühlen. Das Ergebnis ist ein typischer, unangenehmer Geruch.

1. Die Gummidichtung

Ziehen Sie die Türmanschette vorsichtig nach vorn und schauen Sie in die Falte. Dort finden sich oft Haare, Flusen, kleine Gegenstände und dunkle Beläge. Wischen Sie die Falte mit einem Tuch und warmem Wasser mit etwas Spülmittel aus. Für hartnäckige Beläge eignet sich eine alte Zahnbürste. Trocknen Sie die Dichtung anschließend gut ab.

2. Der Einspülkasten

Ziehen Sie die Waschmittelschublade ganz heraus. Bei den meisten Modellen gibt es dafür eine kleine Entriegelungstaste. Spülen Sie sie unter warmem Wasser aus und entfernen Sie verklebte Reste mit einer Bürste. Werfen Sie auch einen Blick in die Öffnung, in der die Schublade sitzt: Dort bilden sich oft Beläge, die Sie mit einer Bürste und einem feuchten Tuch erreichen.

3. Das Flusensieb

Das Flusensieb – auch Laugenpumpenfilter genannt – befindet sich meist unten an der Vorderseite hinter einer kleinen Klappe. Hier landen Fusseln, Haarnadeln und vergessene Münzen. Legen Sie vor dem Öffnen ein flaches Gefäß und Handtücher bereit, denn es läuft Restwasser heraus. Viele Maschinen haben dafür einen kleinen Notablaufschlauch. Reinigen Sie das Sieb unter fließendem Wasser und schrauben Sie es wieder fest ein. Die Bedienungsanleitung zeigt, wie es bei Ihrem Modell funktioniert.

4. Ein Leerlauf bei hoher Temperatur

Einmal im Monat empfiehlt sich ein Waschgang bei 60 Grad oder höher, gern mit einem pulverförmigen Vollwaschmittel. Viele Maschinen haben dafür ein eigenes Trommelreinigungsprogramm. Die Wärme löst Fettreste, und das im Vollwaschmittel enthaltene Bleichmittel wirkt gegen Keime. Alternativ waschen Sie regelmäßig Handtücher oder Bettwäsche bei 60 Grad.

5. Entkalken bei hartem Wasser

In Regionen mit sehr hartem Wasser kann sich Kalk an Heizstab und Trommel absetzen. Viele Waschmittel enthalten bereits Enthärter, die bei richtiger Dosierung nach Wasserhärte ausreichen. Wenn Sie zusätzlich entkalken möchten, verwenden Sie ein geeignetes Produkt und halten Sie sich an die Herstellerangaben der Maschine. Säuren wie Essig werden von vielen Herstellern nicht empfohlen, weil sie Dichtungen angreifen können.

Gewohnheiten, die helfen

  • Tür und Schublade offen lassen: Nach dem Waschen sollten Bullauge und Einspülkasten einen Spalt offen bleiben, damit die Feuchtigkeit entweicht. Achten Sie dabei auf Kinder und Haustiere.
  • Wäsche sofort herausnehmen: Nasse Wäsche, die stundenlang in der Trommel liegt, riecht schnell muffig.
  • Richtig dosieren: Mehr Waschmittel wäscht nicht sauberer. Überdosierung führt zu Rückständen in Maschine und Kleidung. Orientieren Sie sich an Wasserhärte und Verschmutzungsgrad.
  • Weichspüler sparsam verwenden: Weichspüler hinterlässt besonders gern klebrige Beläge.
  • Taschen leeren: Taschentücher, Münzen und Schrauben gehören nicht in die Maschine.

Ein einfacher Pflegeplan

  • Nach jeder Wäsche: Tür und Schublade offen lassen, Dichtung kurz abwischen
  • Monatlich: Dichtung und Einspülkasten gründlich reinigen, ein heißer Waschgang
  • Alle zwei bis drei Monate: Flusensieb reinigen

Wann ein Fachbetrieb gefragt ist

Bleibt der Geruch trotz Reinigung bestehen, pumpt die Maschine nicht richtig ab oder macht sie ungewohnte Geräusche, sollten Sie einen Kundendienst hinzuziehen. Öffnen Sie das Gehäuse nicht selbst.

Fazit

Mit wenigen Handgriffen im Monat bleibt Ihre Waschmaschine frisch und arbeitet zuverlässig. Gummidichtung, Einspülkasten und Flusensieb sind die wichtigsten Stellen – und die offene Tür nach dem Waschen ist der einfachste Schutz gegen schlechte Gerüche.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Beachten Sie bei allen Arbeiten die Hinweise der Hersteller sowie die Vorgaben Ihres Mietvertrags. Hinweise auf Fehler nehmen wir gern unter help@kritialaya.com entgegen.