Energiesparen muss nicht heißen, im Dunkeln zu frieren. Viele Einsparungen entstehen durch kleine Routinen, die nach wenigen Wochen ganz selbstverständlich werden. Wie viel Sie am Ende tatsächlich sparen, hängt von Ihrer Wohnung, Ihren Geräten und Ihrem Tarif ab. Die Richtung ist aber bei allen Tipps dieselbe: weniger Verbrauch bei gleichem Komfort.
Heizen
1. Raumtemperatur bewusst wählen
Nicht jeder Raum muss gleich warm sein. Für Wohnräume gelten etwa 20 Grad als angenehm, in der Küche reichen oft 18 Grad, im Schlafzimmer empfinden viele 16 bis 18 Grad als ideal. Als Faustregel gilt: Jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizenergie.
2. Heizkörper freihalten
Möbel, lange Vorhänge oder Wäscheständer vor dem Heizkörper verhindern, dass sich die Wärme im Raum verteilt. Halten Sie den Bereich davor möglichst frei.
3. Heizkörper entlüften
Gluckert die Heizung oder bleibt sie oben kalt, ist meist Luft im System. Mit einem Entlüftungsschlüssel aus dem Baumarkt ist das in wenigen Minuten erledigt. In Mietwohnungen informieren Sie die Hausverwaltung, falls der Wasserdruck danach zu niedrig ist.
4. Nachts und bei Abwesenheit absenken
Programmierbare Thermostate senken die Temperatur automatisch, wenn Sie schlafen oder unterwegs sind. Senken Sie jedoch nicht zu stark ab, damit die Räume nicht auskühlen – das begünstigt Schimmel.
5. Abends Rollläden schließen
Geschlossene Rollläden und Vorhänge wirken nachts wie eine zusätzliche Dämmschicht vor dem Fenster.
Strom
6. Standby konsequent vermeiden
Fernseher, Spielkonsole, Lautsprecher und Router laufen oft rund um die Uhr im Bereitschaftsmodus. Schaltbare Steckdosenleisten trennen mehrere Geräte mit einem Klick vom Netz.
7. Auf LED umsteigen
LED-Leuchtmittel verbrauchen deutlich weniger Strom als alte Glühbirnen oder Halogenlampen und halten wesentlich länger. Achten Sie auf eine warme Lichtfarbe von etwa 2700 Kelvin für Wohnräume.
8. Kühlschrank richtig einstellen
Für den Kühlschrank reichen in der Regel etwa 7 Grad im mittleren Fach, für das Gefrierfach minus 18 Grad. Kälter einzustellen kostet Energie, ohne Lebensmittel spürbar länger frisch zu halten. Tauen Sie vereiste Gefrierfächer regelmäßig ab.
9. Wasserkocher statt Herd
Zum Erhitzen von Wasser ist der Wasserkocher meist effizienter als ein Topf auf dem Herd. Kochen Sie nur so viel Wasser, wie Sie tatsächlich brauchen.
10. Deckel auf den Topf
Ohne Deckel entweicht viel Wärme. Mit Deckel kocht das Wasser schneller und Sie können die Herdplatte früher herunterschalten.
11. Backofen ohne Vorheizen
Bei vielen Gerichten wie Aufläufen oder Tiefkühlpizza ist Vorheizen nicht nötig. Nutzen Sie, wenn möglich, Umluft – dann können Sie die Temperatur oft etwas niedriger wählen.
Waschen und Warmwasser
12. Niedrigere Waschtemperaturen
Für normal verschmutzte Alltagswäsche reichen meist 30 oder 40 Grad. Moderne Waschmittel sind dafür ausgelegt. Das Eco-Programm dauert zwar länger, spart aber Energie. Hygienisch sensible Wäsche, etwa bei Krankheit, kann weiterhin heißer gewaschen werden.
13. Maschinen voll beladen
Waschmaschine und Spülmaschine arbeiten am effizientesten, wenn sie voll beladen sind. Beachten Sie aber die maximale Füllmenge.
14. Wäsche an der Luft trocknen
Der Wäschetrockner gehört zu den größeren Stromverbrauchern. Wann immer möglich, trocknen Sie Wäsche draußen oder in einem gut belüfteten Raum.
15. Kürzer duschen
Warmwasser erfordert viel Energie. Schon wenige Minuten kürzer duschen oder ein Sparduschkopf senken den Verbrauch merklich.
Den eigenen Verbrauch kennen
Notieren Sie einmal im Monat die Zählerstände für Strom und, falls möglich, Gas oder Wärme. So sehen Sie, welche Maßnahmen wirken, und entdecken ungewöhnlich hohen Verbrauch frühzeitig. Ein einfaches Strommessgerät für die Steckdose zeigt zudem, welche Geräte besonders viel verbrauchen.
Fazit
Die größten Hebel liegen beim Heizen und Warmwasser, gefolgt von Geräten, die dauerhaft laufen. Wählen Sie drei Gewohnheiten aus dieser Liste, die Sie ab sofort umsetzen. Wenn sie sich eingespielt haben, nehmen Sie sich die nächsten drei vor.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Beachten Sie bei allen Arbeiten die Hinweise der Hersteller sowie die Vorgaben Ihres Mietvertrags. Hinweise auf Fehler nehmen wir gern unter help@kritialaya.com entgegen.